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Domainwechsel – was ist zu beachten?

By 19. Juni 2019Allgemein, SEO

Pros und Contras abwägen

Ein Domainwechsel kann in vielerlei Hinsicht Vorteile bringen. Doch ein Domainwechsel bedeutet auch eine gravierende Veränderung der Webseite und ist sowohl mit viel Aufwand als auch mit Risiko verbunden, weshalb das Pro und Contra gut abgewogen werden sollte, bevor man einen solchen Schritt unternimmt. Hier erhalten Sie eine detaillierte Anweisung, wie Sie Ihre Domain ohne Rankingverlust ändern können.

Wann ist ein Domainumzug sinnvoll und wann nicht?

Gründe, die für einen Domainwechsel sprechen, sind beispielsweise ein neuer Firmenname oder eine Expandierung auf internationale Ebene, sodass andere Länderdomains notwendig werden. In anderen Fällen kann es aber auch sein, dass die vorhandene Domain aufgrund einer Änderung oder Erweiterung des Produktangebots oder der Leistungen nicht mehr passend ist und zu sehr eingrenzt. Eine Aufnahme des neuen Produkts oder der neuen Leistung in die Domain ist in diesem Zusammenhang mit Sicherheit vorteilhaft.
Eine Domain nur zu ändern, weil sie nicht mehr gefällt, ist eher weniger zu empfehlen. Zumindest sollte man sich aller Risiken und des damit verbundenen Aufwands bewusst sein. Grundsätzlich ist ein Domainwechsel ohne Rankingverlust jedoch immer möglich, wenn es richtig gemacht wird. Man muss aber nach einem Domainwechsel damit rechnen, dass sich das Ranking innerhalb der ersten Wochen oder in manchen Fälle sogar Monaten nach dem Umzug deutlich verschlechtert, auch wenn alles korrekt umgesetzt wurde. Das liegt daran, dass Google die neue Webseite erst einmal crawlen muss und nicht sofort alles 1:1 übernimmt.

Technische Durchführung eines Domainwechsels

Der Umzug einer Domain birgt viele Risiken – wird er nicht sauber ausgeführt, kann er zu längerfristigen Rankingverlusten und viel zusätzlichem Aufwand führen. Aus diesem Grund ist eine sorgfältige Planung und eine profunde, exakte Ausführung essentiell. Wie geht man nun am besten vor? Im Folgenden finden Sie eine schrittweise Anleitung für eine korrekte Umsetzung.

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Planungsphase und Vorbereitung

Da die Zeit nach dem Umzug mit Einbußen im Ranking verbunden ist, sollte der Domainwechsel im besten Fall zu einer Zeit stattfinden, in der der Traffic erfahrungsgemäß geringer ist und so der Rankingverlust am leichtesten verkraftet werden kann.

Falls Änderungen der Seite vorgenommen werden sollen, zum Beispiel an Design oder Aufbau, ist es besser, das schon einige Wochen vor dem Umzug durchzuführen, denn sonst besteht die Gefahr, dass Google die neue Domain als komplett neue Seite einstuft. Ebenfalls in der Vorbereitungsphase ist es sinnvoll, die User auf den Domainwechsel vorzubereiten und ihn auf der Webseite und den Inhalten anzukündigen.

Registrierung der neuen Domain

Die neue Domain sollte bereits etwa sechs Wochen vor dem tatsächlichen Umzug registriert und gelauncht werden. Werden dann die Inhalte der alten Seite übertragen, gibt es zwei Möglichkeiten, um Duplicate Content zu vermeiden: Entweder man sperrt die neue Seite per robots.txt (damit sie von Google noch nicht gecrawlt werden kann), oder man erstellt eine Verweisung per Canonical Tag. Canonicals haben den Vorteil, dass die Domain zwar schon indexier- und crawlbar ist, gleichzeitig aber noch auf die alte Seite verweisen und somit ebenfalls vor Duplicate Content schützen.

Weiterleitungsplan erstellen

Jede URL, also jede Unterseite und auch jedes Bild muss per 301-Redirect auf die neue Seite weitergeleitet werden. Hier ist es sehr wichtig, gründlich vorzugehen, denn wird eine URL übersehen, führen Klicks der User ins Leere.

Google Search Console konfigurieren

Google Search Console ist ein Analysetool von Google, mit der Webseiten bestätigt werden können. Fügen Sie dort beide Domains hinzu, sowohl die alte als auch die neue. Auch sollten die Properties beider Domains verifiziert werden, am besten jeweils alle vier URL-Versionen sprich:
http:
http:
http://www.
http://www.

Das hat den Vorteil, dass Sie umgehend informiert werden, wenn Fehler auftreten. Sobald die neue Domain online ist und alle 301-Weiterleitungen aktiviert und getestet wurden, können Sie Google davon in Kenntnis setzen, dass Ihre Website nun unter der neuen Domain zu finden ist und gecrawled werden kann. Löschen Sie nach dem Umzug jedoch nicht die alte Domain – es empfiehlt sich, sie mindestens ein halbes Jahr im Search Console Account zu lassen.

Backlinks prüfen und ändern

Auch wenn alle externen Links per 301-Redirect auf die neue Domain umgeleitet werden, ist es empfehlenswert, die Verlinkungen zu ändern, wo dies möglich ist, besonders wenn es sich um wichtige Backlinks handelt, zum Beispiel in Branchenbüchern.

Informieren der User

Nach Änderung einer Domain ist es auch wichtig, die User zu informieren, zum Beispiel über Newsletter, in Blogbeiträgen oder in den sozialen Medien. So lässt sich verhindern, dass Besucher der alten Domain nicht auf die neue Seite klicken, weil sie sie nicht kennen.

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